Pressestimmen

Am 21.12.2005 schrieb die Braunschweiger Zeitung anlässlich der Eröffnung des Gaußplanetariums:

Sternenbilder aus dem Projektor

Im Gymnasium Gaußschule steht Braunschweigs einziges Planetarium – Acht Schüler haben es gebaut

Von Julia Müller

Über uns erstrahlt der Stern von Bethlehem. „So ähnlich muss es am Himmel zu Jesu Geburt ausgesehen haben” erklärt Norbert Volkmer mit gedämpfter Stimme. Wir sitzen in Braunschweigs einzigem Planetarium – im vierten Stock der Gaußschule.

Zwölf Stühle haben unter der Kuppel mit drei Metern Durchmesser Platz. Die Eingangstür ist mit einem dunklen Tuch verhängt, leise surrt die Lüftung. In der Mitte steht das Herzstück: ein Projektor, der die Sternenbilder an die gewölbte Decke wirft. Viel Arbeit steckt in dem kleinen Häuschen, das von außen an ein Iglu erinnert. Eineinhalb Jahre lang haben sich acht Schüler und Lehrer Norbert Volkmer jeden Donnerstagnachmittag getroffen, haben geplant, probiert und gebaut. Aus Holz, Isoliertapete und Unmengen Papier entstand schließlich das Planetarium.

Einen passenden Projektor hat Norbert Volkmer im Internet gesucht. In Japan ist er fündig geworden. „Den hätten wir uns in Deutschland niemals leisten können”, erzählt der Lehrer. 4000 Euro kostete das Hightech-Gerät – noch immer zu viel für den knappen Schuletat. Der Verein der Ehemaligen der Gaußschüler sprang ein und sammelte Spenden. Man sei stolz auf die Neunt- und Zehntklässler, betont Wulf Becker.

Lehrer Norbert Volkmer war die treibende Kraft hinter dem Projekt. Er unterrichtet Chemie, Physik und Astronomie als Grundkurs in der Oberstufe. „Das fasziniert mich einfach, diese Überschneidung von Naturwissenschaft und Geschichte.” Die acht Jungs hatte er bald für den Bau des Planetariums begeistert. „Das hat sich alles ganz schön lange hingezogen, aber das Ergebnis ist super”, meint Johannes Trenkler.

Die Schüler erklären kurz, wie der Projektor funktioniert: Im Inneren ist eine starke Lichtquelle, drum herum eine Kugel mit vielen kleinen Löchern – so erstrahlen die Sternenbilder am Himmel.

Seit gestern ist das Planetarium der Schulgemeinschaft zugänglich. Im Astronomie- und Erdkundeunterricht, aber auch in den AGs soll das Planetarium genutzt werden. „Vielleicht können wir demnächst auch Lesungen unter dem Sternenhimmel machen”, plant Volkmer.

Der Artikel ist auch unter folgendem Link nach zu lesen: www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/4868639.


Anlässlich des Gaußjahres 2005 hat die Stadt Braunschweig eine Festschrift heraus gegeben, auch erwähnt wurde das Gaußplanetarium:

Planetarium der Gaußschule

Gaußplanetarium zum „Gauß-Jahr 2005”

Die Gaußschule errichtet im 150. Todesjahr von Carl Friedrich Gauß ein schulinternes Planetarium. Sie will damit ihrem Namenspatron Referenz erweisen, dessen eigene Pläne zur Errichtung eines Planetariums nicht realisiert werden konnten. Die Gaußschule fühlte sich den Naturwissenschaften immer besonders verbunden.

Dies zeigt sich z.B. darin, daß die Astronomie einen Bereich in der Schule bildet, in dem seit Jahren neben mehreren Arbeitsgemeinschaften auch ein Grundkurs in Astronomie angeboten wird. Dafür gibt es besondere Voraussetzungen: auf dem Dach der Schule befindet sich seit vielen Jahren eine kleine Sternwarte. So bot es sich an, zum Gauß-Jahr das Projekt einer Arbeitsgemeinschaft Astronomie (Schüler der Klasse 9) zu starten:

„Bau eines eigenen Planetariums”, des Gaußplanetariums.

Das Gaußplanetarium entsteht in einem der zwei Räume des Astronomie-Bereiches direkt neben der Sternwarte.

Daten: Grundkreis mit ca. 3 m Durchmesser, überspannt mit einer Kuppel; Platz für 12 Schüler/innen oder Besucher/innen

Zeit: Schuljahr 2004/2005

Projektverlauf: Planungsphase mit Überlegungen zu Materialien und Größe; Optimierung der Größe, Anpassung an den zur Verfügung stehenden Raum; Rohbaubeginn Herbst 2004; Fertigstellung des Rohbaus, bestehend aus Grundkörper und Kuppelgerippe im März 2005; Verkleidung des Grundkörpers und der Kuppel; Auskleidung der Kuppel als Projektionsfläche.

Auch dieser Text ist nach zu lesen unter: http://www.braunschweig.de/veranstaltungen/blickpunkt/gauss-jahr/programm.pdf (Seite 36).